Der Ausbildungsmarkt in Zahlen nach dem Berufsbildungsbericht 2017

Im Jahr 2016 betrug das bundesweite Angebot an neu zu besetzenden Ausbildungsstellen 563.800 (Stichtag 30.09.) und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die Ausbildungsplatznachfrage ist gegenüber dem Vorjahr geringfügig (-0,4%) gesunken und die Zahl lag bei 600.900. Insgesamt blieben 8% des betrieblichen Ausbildungsplatzangebotes unbesetzt. Dies entspricht 43.500 unbesetzten Ausbildungsplätzen und ist seit 1995 der höchste Stand. Mit 9,4% unbesetzter betrieblicher Ausbildungsstellen hatte das Handwerk die größten Besetzungsprobleme. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass zunehmend auch Ausbildungsinteressierte mit Studienberechtigung zu den erfolglosen Ausbildungsplatznachfragern*innen zählen. Die Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr (13.700) mit 22.300 im Jahr 2016 fast verdoppelt. Besonders mit Blick auf das Thema Fachkräftesicherung bleiben hier vermutlich ungenutzte Potentiale liegen.

Und in Rheinland-Pfalz? Hier gab es insgesamt 40.752 ausbildungsinteressierte Personen. Es wurden jedoch nur 25.851 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Hier ist seit dem Jahr 2011 ein kontinuierlicher Rückgang zu beobachten. Anders formuliert haben lediglich 61,2% der Ausbildungsplatzberber*innen im Jahr 2016 einen betrieblichen Ausbildungsvertrag erhalten.